In Dülken, 1135 erstmals urkundlich erwähnt, übte das Xantener Viktorsstift die Grundherrschaft über den Ort im Mittelalter aus. Über die Grafen von Kessel ging die Herrschaft an die Grafen (später Herzöge) von Jülich, die Dülken zu einer Stadt mit starker Befestigung, Münzstätte und Stadtrechten (1352) im Amt Brüggen ausbauten.
Der historische Ortskern, des schon 1364 erstmals als Stadt erwähnten Ortes, hat über Jahrhunderte die typische Form des Rundlings bewahrt. Noch heute sind Reste der Befestigung mit Wall und Gefangenenturm (15. Jh.) neben anderen Bauwerken, wie dem ehemaligen Rathaus und Alten Waisenhaus (1830) bei einem Rundgang durch die urgemütliche Altstadt zu sehen.
Eine Besonderheit ist die Dülkener Narrenmühle. In der alten Bockwindmühle (1809 erbaut, 1906 stillgelegt) ist ein Narrenmuseum eingerichtet. Die Dülkener Narrenakademie gilt als der älteste Narrenorden Europas.
Die heutige Stadt Viersen entstand 1970 durch Vereinigung der ehemals selbständigen Städte Dülken und Süchteln, der Gemeinde Boisheim und der bis dahin kreisfreien Stadt Viersen. 1975 wurde Viersen Sitz des gleichnamigen Kreises.


| Jahr | Ereignis |
| 1135 | Erstmals wird der heutige Dülkener Ortsteil Mackensteinerwähnt |
| 1190 - 1210 | Die Kirche wird zum ersten Mal genannt. |
| 1279 | Beseitigung der Befestigungsanlagen am Kirchturm |
| 1304/ 1305 | Beginn der Herrschaft der Grafen und späteren Herzöge von Jülich |
| 1323 | |
| 1340 | Juden sind in Dülken ansässig |
| 1364 | erste Nennung als Stadt |
| um 1400 | die Stadt ist mit Mauern und Türmen befestigt |
| Jahr | Ereignis |
| 1433 | Gründung der Eligiusbruderschaft |
| 1453 | Neubau der gotischen Kirche |
| 1474 | Plünderung der Stadt durch Landsknechte Karls des Kühnen |
| 1553 | Stadtbrand, dem ein Drittel der Stadt zum Opfer fällt |
| 1565 | Wiedertäufer |
| 1642 | Plünderung und Zerstörung durch hessische Truppen |
| 1741 | ältestes Diplom der Dülkener Narrenakademie |
| um 1770 | Einführung der Samtbandweberei, die im 19. Jhdt. von der Band-, Baumwoll und Seidenweberei verdrängt wird. |


| Jahr | Ereignis |
| 1902 | Grundsteinlegung des Kaiser-Friedrich-Bades |
| 1942 | Deportation der letzten Mitglieder der jüdischen Gemeinde |
| 1945 bis 1959 | Die Stadt erleidet nur geringe Kriegsschäden Flüchtlinge und Vertriebene finden in Dülken eine neue Heimat und erhöhen die Einwohnerzahl um einige Tausend. |
| 1952 | Eröffnung des Museums der Narrenakademie in der Windmühle an der Rheindahlener Straße |
| 1967 | Erschließung des Industriegeländes Mackenstein |
| 1968 | Errichtung des Wasserturms im Stadtgarten |
| 1970 1973 1980 | Zusammenschluss mit Viersen und Süchteln zur neuen Stadt Viersen Das Sportzentrum ransberg wird gebaut Das Alte Waisenhaus wird zur Stätte für kulturelle Veranstaltungen umgebaut. |
| Jahr | Ereignis |
| 1795 - 1815 | Dülken steht unter französicher Herrschaft und verliert seine städtische Rechtsstellung, die es erst 1856 wiedererlangt. |
| 1798 | Gerhard Mevissen gründet die erste Zwirnmanufaktur |
| um 1828 | Einführung der Seiden-, Samt- und Plüschweberei |
| 1846 | Anfänge der Metallindustrie |
| 1858 | Errichtung der Mariensäule |
| 1862 | erscheint Der Sprecher am Niederrhein (Tageszeitung) |
| 1866 | Bahnanschluss |
| 1889 | Eröffnung des städtischen Wasserwerks |




