Weltweit ist der Klimaschutz und damit das Energiesparen eines der wichtigsten Ziele zum Schutz unserer Erdatmosphäre. Die Raumbeheizung zählt zu den größten Energieverbrauchern überhaupt. Deshalb sollten Sie als Bauherr in diesem Bereich besonders sorgfältig planen. Das zahlt sich später nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Ihre Geldbörse aus.
Was aber bedeutet es konkret, energiesparend oder ökologisch zu bauen oder zu sanieren? Bauliche und technische Maßnahmen spielen hierbei eine Rolle. Zu den baulichen Maßnahmen gehört beispielsweise die Wärmedämmung. Beispiele für technische Maßnahmen sind etwa energiesparende Heizsysteme, eine solare Warmwasserbereitung oder die kontrollierte Raumlüftung.
Den wesentlichsten Effekt erzielen Sie, wenn Sie Einsparpotenziale konsequent ausschöpfen. Dazu gehört, dass Sie die technischen Anlagen bedarfsgerecht auslegen und regeln.
Eine interessante Alternative zur herkömmlichen Bauweise sind das so genannte Niedrigenergiehaus oder das Passivhaus. Damit können Sie erreichen, dass Ihr Heizwärmebedarf deutlich niedriger ausfällt:
Das bedeutet, dass Sie Ihren Energieverbrauch um nahezu ein Drittel gegenüber Neubauten, die nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) gebaut werden, senken. Diese Kriterien können Sie auch bei einer Sanierung berücksichtigen.
Alle Maßnahmen, die mit der aktiven oder passiven Nutzung der Sonnenenergie zusammenhängen, fallen unter das Stichwort „Solares Bauen”.
Welche Energiebilanz haben die von Ihnen eingesetzten Baumaterialien und technischen Aggregate? Auch über diese Frage lohnt es sich nachzudenken. Allerdings ist es oft sehr schwierig, die bei der Herstellung, Transport, Montage, Betrieb und Entsorgung aufgewendete Energie und die erwartete Nutzungsdauer dem Energieaufwand alternativer Materialien gegenüberzustellen. Deshalb hier ein genereller Tipp: Prinzipiell sollten Sie auf Baustoffe zurückgreifen, die in unserer Region vorhanden sind. So können Sie die mit dem Baustofftransport verbundenen Belastungen, etwa Energieverbrauch, Schadstoffe, Straßenbau und Emissionen, auf ein Minimum begrenzen.
Grundsätzlich gilt beim Energiesparen, seriös zu kalkulieren. Wie funktionell und dauerhaft sind die geplanten Komponenten? Wie werden sich die Preise entwickeln? Ein Haus im Nachhinein gut zu dämmen ist sicherlich teurer. Wenn aber die Energiekosten weiter steigen, wird sich diese Investition voraussichtlich lohnen.
Für verschiedene Maßnahmen zum Energiesparen können Sie Fördermittel erhalten. Eine Sammlung von Links finden Sie am Ende dieser Seite.
Der Energieausweis ermöglicht die energetische Bewertung von Gebäuden nach verbindlichen Regeln und damit einen einheitlichen Qualitätsnachweis. Er wird nur beim Verkauf oder der Neuvermietung eines Gebäudes benötigt, d.h. der Käufer bzw. der neue Mieter kann dann die Vorlage des Ausweises verlangen. Die Stadtverwaltung und andere Behörden verlangen den Ausweis nicht.
Der Ausweis darf nur von Fachleuten ausgestellt werden. Hierzu gehören uneingeschränkt Architekten und Bauingenieure sowie mit Zusatzqualifikation Bau-Techniker, Bau-Handwerksmeister und Schornsteinfegermeister. Unter der Internetadresse der Deutschen Energie-Agentur findet man eine Liste geeigneter Aussteller nach Postleitzahlen geordnet. Außerdem helfen Handwerks-, Architekten- und Ingenieurkammern bei der Suche weiter.
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