Ein neues Leitbild für die Stadt Viersen

Umfrage SymbolbildDirekt zur Online-Umfrage für das neue Leitbild der Stadt Viersen: Einfach auf das Bild klicken

Online, auf Papier oder persönlich:
Sagen Sie uns, was Sie von der Stadt erwarten

Was wünschen wir uns, was erwarten wir von der Stadt, in der wir leben? Auch wenn die Antworten auf diese Frage im Einzelnen unterschiedlich ausfallen dürften, gibt es gewiss einen gemeinsamen Nenner: Wir möchten uns wohlfühlen an dem Ort, der unser Zuhause ist, der unsere Wirkungsstätte birgt und an dem wir unsere Freizeit verbringen. Wir wollen ein gutes Stadtgefühl. Unter diesem Gesichtspunkt entsteht zur Zeit ein neues Leitbild für die Stadt Viersen. Das Leitbild einer Stadt dient Politik und Verwaltung angesichts aktueller Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und Bevölkerungsentwicklung als Richtschnur für ihr Handeln. Es soll einen Weg in die Zukunft weisen, der auf das Bedürfnis der Einwohnerinnen und Einwohner nach einer Wohlfühlheimat ausgerichtet ist.



Es liegt auf der Hand, dass man die Menschen selbst fragt, was sie sich für ihre Stadt wünschen und wie sie in Viersen und seinen Stadtteilen leben wollen. Zu diesem Zweck wurde dieser Fragebogen ausgearbeitet. Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Befragung teilnehmen. Sie läuft bis einschließlich 31. August 2022. Die Auswertung erfolgt vollständig anonym. Angaben, die eine Zuordnung zu einer bestimmten Person ermöglichen, werden nicht erhoben. Die Ergebnisse sollen in das neue Leitbild für Viersen einfließen.



Parallel zu unserer Online-Befragung haben wir weitere Beteiligungsformate entwickelt – etwa den klassischen analogen Fragebogen, auf Papier und mit der Hand auszufüllen. Er liegt aus

  • im Service-Center im Stadthaus, Rathausmarkt 1, Viersen
  • im Treffpunkt Mitte, Lindenstraße 7, Viersen
  • im Dülkenbüro, Lange Straße 32, Dülken
  • im Süchtelnbüro, Tönisvorster Straße 6, Süchteln
  • im DORV-Zentrum, Pütterhöfer Weg 8, Boisheim

Viersen, wie willst Du leben?

Zusätzlich sollen die Stimmen aus der Einwohnerschaft über ein neuartiges Beteiligungsformat unter dem Motto „Viersen, wie willst du leben?" eingefangen werden. Dazu wird die Stadtplanerin Leila Jamilla Rudzki ein Open-Space-Büro (also einen Schreibtisch unter freiem Himmel) in den Stadtteilen Viersens aufbauen und Interviews mit den Passantinnen und Passanten führen. Eine Fläche, auf der man mit Kreidespray zu Werke gehen kann, eröffnet den Beteiligten die Möglichkeit, kreativ in Wort oder Bild in Aktion zu treten. Das Projekt bietet gegenüber einem herkömmlichen Meinungsforschungsmodell die Chance, nicht nur Fakten, Bewertungen und Wünsche abzufragen, sondern im direkten, individuell ausgestalteten Dialog Emotionen, Impulse und Ideen freizusetzen.

Zu folgenden Terminen wird Leila Jamilla Rudzki ihr Freiluft-Büro an zentralen Orten in den Viersener Stadtteilen eröffnen und zum Gespräch zur Verfügung stehen:

  • Viersen: Samstag, 13. August, 11–15 Uhr, Sparkassenvorplatz
  • Boisheim: Donnerstag, 18. August, 15–18 Uhr, DORV-Zentrum
  • Süchteln: Freitag, 19. August, 11–15 Uhr, Weberbrunnen
  • Dülken: Samstag, 20. August, 11–15 Uhr, Alter Markt

Anmeldungen sind willkommen.
Kontakt: Claudia Holthausen, Telefon 02162 101-206, stadtmarketing@viersen.de

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Wozu ein Leitbild?

Klimawandel, Digitalisierung, Bevölkerungsentwicklung – das sind nur einige Herausforderungen, vor denen wir stehen. Globale Vorgänge vermengen sich mit lokalen Tendenzen. Allgemeine gesellschaftliche Trends, zum Beispiel die demografische Entwicklung einer Stadt, treffen auf spezielle örtliche Verhältnisse. All das hat Einfluss darauf, wie wir in Zukunft wohnen, lernen und arbeiten, wie wir uns fortbewegen, versorgen, erholen werden, wie sich unser Lebensmittelpunkt entwickelt.

Es gilt, Wohnraum bereitzustellen, der bezahlbar ist, und Unternehmen anzusiedeln, die vor Ort Arbeitsplätze bereitstellen. Gleichzeitig brauchen Städte Freiräume – für mehr Grün, für soziale Begegnungen, für kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Es sind Überlegungen anzustellen, wie man die Idee der digital vernetzten Stadt menschengerecht und bürgerorientiert umsetzt. Familien in all ihren Ausprägungen brauchen Unterstützung, um die vielfältigen Anforderungen des Alltags miteinander vereinbaren zu können. Attraktive Angebote im Bereich Kultur, Bildung und Freizeit sind wichtige „weiche“ Faktoren für einen Standort.

Die Rahmenbedingungen für diese und viele weitere Aspekte des öffentlichen Lebens in einer Stadt setzt die Kommunalverwaltung. In vielen Städten und Gemeinden agiert die Kommunalverwaltung auf der Grundlage eines Leitbildes. Ein Leitbild zeigt Werte und Ziele einer Kommune auf und dient als Richtschnur für Strategien und operatives Handeln von Rat und Verwaltung. Es bietet eine Grundorientierung und skizziert sozusagen den „Horizont“ der angestrebten Entwicklung. Auch Viersen hat seit 2009 ein solches Leitbild. Das ist freilich nicht in Stein gemeißelt. Um dem gesellschaftlichen Wandel und den Herausforderungen der Zukunft aktiv begegnen zu können, entwickeln Politik und Verwaltung in diesem Jahr gemeinsam eine aktuelle Fassung.

Der Startschuss zu diesem Projekt fiel im letzten Jahr: Am 5. Oktober 2021 beschloss der Stadtrat das Verfahren zur Erstellung eines neuen Leitbildes für Viersen. Der bisherige „Kompass“, da waren sich die Vertretenden der Fraktionen im Rat einig, sei nicht mehr in allen Punkten gegenwartsnah. Notwendig sei ein zeitgemäßes, nachhaltiges Leitbild, das die zentralen Themen unserer Epoche wie Klimawandel, Digitalisierung und Schutz von Mensch und Umwelt sowie die damit verbundenen Handlungsfelder auf allen Gebieten der kommunalen Selbstverwaltung in richtungsweisender Form aufgreift.

Ziel müsse es sein, eine neue Grundlage für ein verantwortungsvolles Selbstverständnis auf Höhe der Zeit zu schaffen und einen Weg in die Zukunft der Stadt aufzuzeigen, auf dem Viersen in den 2020er-Jahren des 21. Jahrhunderts bestehen kann.

An der Ausgestaltung des neuen Leitbildes werden unter dem Stichwort „Viersenplan“ in einem demokratischen Prozess der politische Raum, die Verwaltung und die Einwohnerschaft beteiligt. Als Methode hat man sich für ein Mischkonzept aus der Einrichtung verschiedener (Experten-)Gremien sowie analogen und digitalen Beteiligungsformaten für die gesamte Einwohnerschaft entschieden.

Inhaltlich ist die „Zukunftswerkstatt Viersenplan“ federführend zuständig. Sie setzt sich zusammen aus Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus Politik und Verwaltung, die auf der Grundlage des vorhandenen Leitbildes neue Kriterien, Ideen und Visionen herausbilden und erörtern. Empfehlungen eines thematisch breit aufgestellten Expertenrats, in dem Institutionen, Gesellschaften, Vereine, Verbände und Netzwerke aus Viersen gebündelt sind, fließen in die Überlegungen der Zukunftswerkstatt ein.

Eine große Rolle bei der Erstellung des neuen Leitbildes kommt all denen zu, die es am meisten betrifft: Die Einwohnerinnen und Einwohner werden per Umfrage in das Projekt eingebunden. Organisiert und begleitet wird der gesamte Prozess durch das Stadtmarketing. Am Ende werden die Ergebnisse in einen Entwurf für ein neues Leitbild überführt, der dem Rat der Stadt Viersen zur Abstimmung vorgelegt wird.

Und dann beginnt für die Kommunalverwaltung die eigentliche Arbeit: die Überführung der Leitsätze und der sich daraus ergebenden Handlungsfelder in einen konkreten Maßnahmenkatalog mit ebenso konkreten Maßgaben zur Umsetzung. Ein regelmäßig stattfindendes Controlling zwecks Abgleichs von Leitbild und Maßnahmenkatalog mit der Realität soll dazu beitragen, dass sich Viersen als Wohlfühlstadt nicht nur auf dem Papier, sondern auch in Wirklichkeit weiterentwickelt.

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