Historie der Feuerwehr 2010 - heute

2010

  • Am 17.02.2010 wurde die Feuerwehr gegen 02:40 Uhr zu einem Wohnungsbrand auf die Gladbacher Str. gerufen. Trotz des zwei stündigen Einsatzes der Hauptamtlichen Wache und den Löschgruppen Stadtmitte und Rahser waren zwei Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Drei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
  • Mit einem Gottesdienst und ökumenischer Fahrzeugweihe nahm der Löschzug Süchteln am Samstag, 20. März das im Herbst 2009 ausgelieferte Hilfeleistungslöschfahrzeug offiziell in Dienst.
  • Auf einer löschzugübergreifenden Einsatzübung probten die Löschzüge Dülken, Süchteln und Boisheim am 16. April das Vorgehen bei einem angenommenen Schadenfall auf dem Gelände des Raiffeisenmarktes in Dülken.
  • Zur Einweihung ihres neuen MTF hatte der Löschzug Boisheim am 01. Mai zu einem Tag der offenen Türe eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein kamen viele Boisheimer aber auch Maiausflügler zum Familientag am Gerätehaus Boisheim. Das alte Fahrzeug wird nun für Kleineinsätze (z.B. Ölspur, Tierkadaver) von der hauptamtlichen Wache genutzt.
  • Am 11.05. wurden die Hauptwache mit den Löschgruppen Stadtmitte und Rahser zu einem Wohnungsbrand auf der Süchtelner Straße gerufen. Im Dachgeschoss war vermutlich durch eine Zigarette das Bett des Bewohners in Flammen aufgegangen. Im Laufe des Einsatzes wurden noch die Löschgruppen Hoser und Helenabrunn sowie die ELW-Gruppe durch den Leitungsdienst hinzualarmiert. Der Bewohner wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
  • Das bisherige LF 16 des Löschzugs Boisheim tauscht seinen Standort mit dem Reserve LF 24 der hauptamtlichen Wache und fungiert nun dort als Reserve- und Ausbildungsfahrzeug. Damit steht dem Löschzug Boisheim eine erweiterte Ausrüstung (z.B. für Einsätze auf dem Autobahnabschnitt der A61) zur Verfügung.
  • Auch die Wehrführung konnte 2010 in Umsetzung des Fahrzeugkonzeptes einen neuen Kommandowagen in Dienst nehmen. Der BMW X3 ersetzt einen 10 Jahre alten Audi A6, der kurz vor dem geplanten Austausch mit einem Motorschaden ausgefallen war.
  • Feuerwehr Viersen - Live erleben. Unter dieser Überschrift hatte die Feuerwehr Viersen die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Kreis Viersen am Sonntag, den 20. Juni zum Tag der offenen Türe auf der Hauptfeuer- und Rettungswache auf der Gerberstraße eingeladen. Mit Fahrzeugschauen, Einsatzübungen und Informationsständen informierte die Feuerwehr Viersen über ihre Arbeit.
  • Nach langjähriger Pause konnte die Wehrführung am Samstag, den 18.09. alle Kameradinnen und Kameraden der Gesamtwehr mit ihren Partnern in die Viersener Festhalle zu einem Kameradschaftsabend einladen. Bei reichhaltigem Buffet einem gelungenem Rahmenprogramm feierte man bis in die Nacht.
  • "Roter Himmel" - Alle vier Löschzüge beteiligten sich am 02. Oktober an einer Großübung auf Kreisebene. Simuliert wurde ein Flugzeugabsturz im Bereich des ehemaligen Britischen Flughafens in Elmpt. Unter realitätsnahen Bedingungen wurden Menschenrettung, Brandbekämpfung und die Versorgung zahlreicher Verletzter geprobt.
  • Das schon traditionelle Oktoberfest für das Personal von Polizei, der umliegenden Krankenhäuser und Feuerwehren fand am 29.10. in der entsprechend geschmückten Mehrzweckhalle der Hauptfeuerwache statt.

2011

  • Ein Großbrand einer Schreinerei am 06.04. auf der Nette in Dülken zerstört das komplette Gebäude. Zur Unterstützung der Hauptwache und des Löschzuges Dülken werden auch noch Kräfte aus Viersen und Süchteln hinzugezogen.
  • Am Samstag, 07.05. wurde in der Mehrzweckhalle der Feuer- und Rettungswache Viersen die 30. Viersener Fortbildung für Notärzte und Rettungsassistenten durchgeführt.
  • Zum Schöppenmarkt in Dülken wurde erstmals ein neues Konzept für Großveranstaltung umgesetzt. In einer gemeinsamen Einsatzleitung arbeiten Polizei, Ordnungsamt, Sanitätsdienst und Feuerwehr zusammen.
  • Beim Openair Konzert "Eier mit Speck" im Juni wurde eine Einsatzleitung vor Ort im Abrollbehälter "Besprechung" installiert, die im Einsatzfall hätte besetzt werden können.
  • Bei einer Einsatzübung im Süchtelner St. Irmgardis-Krankenhaus probten die Löschzüge Süchteln, Dülken und Boisheim am 01. Juli die Zusammenarbeit. Koordiniert wurde die - natürlich vorab den Patienten und Mitarbeitern angekündigte - Übung von der ELW-Gruppe der Gesamtwehr.
  • Im Sommer wird das LF 8 der Löschgruppe Helenabrunn durch ein neues LF 20/16 ersetzt. Erstmals wurde ein dem Fahrzeugkonzept entsprechendes Fahrzeug mit dem Schwerpunkt Brandbekämpfung- und Löschwasserversorgung beschafft. Der Standort Gerätehaus Süd ist nun mit zwei hochmodernen Fahrzeugen ausgestattet und bestens für den Einsatz zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung gerüstet.
  • Am 13. September lud die Wehrführung die Kameraden der Ehrenabteilung der Gesamtwehr zu einem Ausflug ein. Diesmal ging es ins niederländische Venlo, wo die neue Feuerwache besichtigt werden konnte. Im Unterschied zu klassischen Bauten rücken hier alle Fahrzeuge durch ein zentrales Alarmtor aus. Nach einer ausgiebigen Kaffeetafel in der Landgaststätte des Wehrführers der Feuerwehr Brüggen klang der schöne Tag am Grill bei vielen Gesprächen im Gerätehaus Süd des Löschzuges Viersen aus.
  • Die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplan durch ein externes Planungsbüro wurde am 20.09. durch den Rat der Stadt Viersen verabschiedet. Die Fortschreibung bestätigt den in Viersen eingeschlagenen Weg mit intensiver Zusammenarbeit von hauptamtlicher Wache und den ehrenamtlichen Kräften. Die festgestellten "Hausaufgaben" gilt es nun gemeinsam mit Verwaltung und Politik abzuarbeiten.
  • Großübung bei der Firma EGN am Abend des 06.10. Bei einer von der Ausbildungsabteilung intensiv vorbereiteten Großübung für die Gesamtwehr Viersen wurde eine Explosion in den Abfallumlade- und Sortierhallen der Deponie an der Hindenburgstraße in Süchteln angenommen. Ausgelöst durch die Explosion kam es nach Übungslage zu Folgebränden und auch zu einem Ammoniakaustriit. Die unterschiedlichen Einsatzabschnitte wurden konzentriert und professionell abgearbeitet. Erstmals kam der vom Land und Kreis zugeteilte Abrollbehälter "Verletzten-Dekontamination" zum Einsatz. Zahlreiche Gäste und Beobachter verfolgten das Geschehen. Eine Radioreportage mit Originaltönen berichtete am nächsten Morgen.
  • Reportage: Eine Redakteurin der Rheinischen Post besuchte mit der Wehrführung die Löschzüge der Feuerwehr Viersen. In Interviews wurden die jeweiligen Einheiten vorgestellt. Die Veröffentlichung erfolgt ab Mitte Januar 2012.
  • Im November erhielt auch der Löschzug Dülken ein neues HLF 20/16 aus dem Hause IVECO Magirus. Nach intensiver Ausbildung und Einweisung konnte das Fahrzeug bereits vor Weihnachten in Dienst gestellt werden.
  • Am Donnerstag, den 17.11. übten der Löschzug Süchteln und die Löschgruppe Hagenbroich in einer gemeinsamen Übung in der neuerrichteten Forensik der Rheinischen Landeskliniken in Süchteln den Ernstfall. Die Menschenrettung und Brandbekämpfung innerhalb des Sicherheitsbereiches wurden mit den Mitarbeitern erprobt. Wenige Tage später wurde die Forensik dann in Betrieb genommen.
  • Neben den bereits genannten Fahrzeugen wird außerdem noch ein neuer KTW in 2011 beschafft.

2012

  • Ab Januar erscheint die langerwartete Berichtsserie über die Einheiten der Feuerwehr Viersen in der Rheinischen Post.
  • Am 18.03. läd der Löschzug Dülken zur ökumenischen Fahrzeugweihe mit anschließendem Umtrunk für das bereits im Dezember 2011 in Dienst gestellte HLF 20/16 ein.
  • Nach den ersten sechsten Jahren im Amt wird die Wehrführung am 22.06. nach der Anhörung der Gesamtwehr Viersen durch den Kreisbrandmeister Thomas Riedel für weitere sechs Jahre bestellt. Nach dem Beschluss durch den Rat der Stadt Viersen erhalten Frank Kersbaum (Leiter der Feuerwehr) und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Thevessen im Dezember ihre Bestellungsurkunden.
  • Im Sommer kann die Löschgruppe Rahser ein neues Mannschaftstransportfahrzeug in Dienst stellen. Das bisherige Fahrzeug geht übergangsweise zur Löschgruppe Stadtmitte, da deren MTF das durch Motorschaden ausgefallene Notarzteinsatzfahrzeug der Rettungswache Viersen bis zur Ersatzlieferung ersetzen muss. Danach wird es in Eigenleistung der Hauptamtlichen Wache als Transportfahrzeug für die Atemschutzwerkstatt ausgebaut.
  • Ebenfalls neu: Ein Wechselaufbaufahrzeug mit einem für die Feuerwehr Viersen exotischem Fahrgestell von der Marke Volvo. Dieses dient ab sofort als Trägerfahrzeug für den Abrollbehälter "Wasser" während der Vorgänger den Container "Gefahrgut" aufnimmt.
  • Am 25.08. treffen sich die Aktiven der Feuerwehr Viersen auf Einladung des Kameradschaftsverein zu einer "elektronischen Schnitzeljagd per Fahrrad". Die Erledigung der vielfältigen Aufgaben sorgt für beste Stimmung.
  • Zum wiederholten Male brannte es am 05.09. in einer leerstehenden Fabrikhalle am Willy-Brandt-Ring. Vermutlich durch Brandstiftung einiger Jugendlicher gerieten Müll- und Holzreste in Brand - konnten aber jedoch schnell durch die Kollegen der Hauptamtlichen Wache und der Löschgruppen Stadtmitte und Rahser gelöscht werden.
  • Bei einem ausgedehnten Garagen- und Carportbrand in Süchteln kann die Feuerwehr am 08. September das Wohnhaus vor den Flammen retten. Neben zwei unter dem Carport abgestellten PKW die nicht zu Retten waren, birgt die Feuerwehr mehrere Gasflaschen und kült diese herunter.
  • Auf der Gartenstraße im Ortsteil Viersen wird bei Bauarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe gefunden. Polizei und Feuerwehr evakuierten vom Nachmittag des 17.09. bis zum späten Abend fast die gesamte Innenstadt. Bei der Sprengung durch den Kampfmittelräumdienst wurden die umliegenden Gebäude zum Teil erheblich beschädigt. Zu Folgebränden - wie bei einer Sprenung in der Münchener Innenstadt kam es jedoch zum Glück nicht. Bis tief in die Nacht waren die Kräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen noch mit der Rückführung der Betroffenen beschäftigt.
  • Am 22.09. findet in der Mehrzweckhalle der Hauptfeuerwache Viersen der Delegiertentag des Kreisfeuerwehrverbandes statt. Kreisbrandmeister Thomas Riedel begrüßt den Abordnungen der Wehren aus dem gesamten Kreis zahlreiche Gäste von Verwaltung, Politik, Hilfsorganisationen und Medien.
  • Im Oktober 2012 begeht die Löschgruppe Helenabrunn ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Empfang im Gerätehaus Süd und einem Gottesdienst in der Kirche St. Peter. Zahlreiche Gäste gratulieren den Mitgliedern der Löschgruppe.
  • In den Monaten November und Dezember wird die Alarmierung der Feuerwehr Viersen auf digitale Meldempfänger umgestellt. Die alten FME haben ausgedient und sollen veräußert werden. Jetzt erhält jeder bereits beim Alarm Informationen zum Einsatz in Textform auf seinem DME.

2013

  • Am 26. Januar steht eine Halle an einem Chinarestaurant an der Krefelder Straße in Vollbrand. Da sich die Wasserversorgung schwierig gestaltet, unterstützt der Löschzug Süchteln mit dem SW2000 die Einheiten der Hauptwache und des Löschzuges Viersen um Wasser aus der Niers zur Einsatzstelle zu fördern. Nach mehreren Stunden ist das Feuer gelöscht. Mehrere in der Halle abgestellte Fahrzeuge (darunter auch einige Oldtimer) werden ein Raub der Flammen.
  • In 2013 steht die Öffentlichkeitsarbeit nach wie vor ganz im Zeichen der Nachwuchsgewinnung. Größte und publikumswirksamste Aktion ist ein „Werbemarsch von Atemschutz-Geräteträgern" durch die Viersener Fußgängerzone im Rahmen des Stadtfestes am 20. April 2013. Die Teilnehmer kommen aus allen Einheiten der Feuerwehr Viersen und verteilen die neugestalteten Werbeflyer an die Viersener Beölkerung. Auch die lokale Presse berichtet ausgiebig über das Thema "Nachwuchssuche".
  • Kräfte der Feuerwehr Viersen nehmen gemeinsam mit Kameraden anderere Feuerwehren aus dem Kreisgebiet am selben Tag auch an einer großangelegten Digitalfunkübung der Feuerwehr Krefeld teil. Die Erprobungsphase dieser neuen Technik bedeutet auch für die Feuerwehr Viersen intensive Schulung und Übung.
  • Am 26. Mai lädt der Löschzug Süchteln die Bevölkerung zu einem „Tag der offener Tür" rund um die Feuerwache Süchteln ein.
  • Die diesjährige Gemeinschaftsaktion führt die Ehrenabteilung auf Wehrebene am 11.Juli in den Borussiapark nach Mönchengladbach. In einer ausführlichen Besichtigung werden alle Bereiche des Stadions erkundet. Dabei können alle die Verlegung eines neuen Rasenbelages für die nächste Spielzeit erleben. Zum Abschluss hat der Löschzug Dülken einen zünftigen Grillabend auf der Wache Dülken vorbereitet.
  • Am 4. August feiert der Löschzug Boisheim mit der Bevölkerung des Ortsteils sein Sommerfest.
  • Nachdem auch der Gutachter in der Fortschreibung des Brandschutz Bedarfsplanes große Mängel an einigen Standorten / Gerätehäusern festgestellt hatte und dringenden Änderungsbedarf anmahnte, wird dieses Thema im Jahr 2013 und wohl auch den kommenden Jahren Schwerpunkt der Bemühungen von Wehrführung, Verwaltung und Politik.
  • In einem ersten Schritt beginnen Modernisierungsmaßnahmen am Standort Dülken mit dem Austausch der alten Holztore und Gestaltung der Straßenfront. Für 2014 sind die Erneuerung des Bodens des Fahrzeughalle und der Sanitäranlagen im Kellergeschoß vorgesehen.
  • Intensive Gespräche und Planungen erfolgen zum Standort des Löschzuges Boisheim. Verwaltung, Politik und Feuerwehr entscheiden sich nach Abwägung für einen Komplett Neubau an einem neuen Standort. Zum Jahreswechsel nehmen die Planungen so konkrete Formen an, dass alle Beteiligten guten Mutes sind in den zuständigen Ausschüssen und der entscheidenden Sitzung des Rates der Stadt Viersen im Februar 2014 das Projekt perfekt machen zu können.
  • Auch die Wache des Löschzuges Süchteln ist im Jahr 2013 intensiv im Gespräch. Am jetzigen Standort gibt es bekanntlich Planungen anderweitiger baulicher Nutzung. Dann müsste auch für den Löschzug Süchteln eine adäquate neue Unterbringung gefunden werden. Dazu werden in 2013 seitens der Verwaltung und der Feuerwehr unterschiedliche Standortalternativen geprüft. Entscheidungen sind nicht gefallen.
  • Am Samstag, den 28.09. musste die Feuerwehr Viersen zu einer brennenden Strohmiete ausrücken. Etwa 40% der rund 100m langen Miete konnte die Feuerwehr vor den Flammen retten. Den Rest ließ man kontrolliert abbrennen, da ein Löschen der Ballen zwecklos ist.
  • Am 16. November findet auf dem Gelände der Firma MARS im Dülkener Gewerbegebiet Mackenstein eine gemeinsame Großübung der Feuerwehr Viersen, der Betriebsfeuerwehr Mars, des Rettungsdienstes und des DRK statt. Ausgangsszenario ist eine Explosion mit anschließendem Ammoniak Austritt. Intensiv erprobt wird der Einsatz des vom Land beschafften und der Feuerwehr Viersen zugeteilten Abrollbehälters DEKON-V zur Dekontamination von Verletzten nach Chemieunfällen etc. Alle an der Übungsstelle eingesetzten Kräfte - der Löschzug Boisheim und Teile des Löschzuges Süchteln stellen währenddessen den Grundschutz für das Stadtgebiet von der Hauptfeuerwache Gerberstraße aus sicher - spielen die Übungslage über mehrere Stunden erfolgreich zu Ende. Die gewonnenen Erfahrungen fließen nun in weitergehende Planungen und Übungen ein.
  • Nach einem Unfallschaden wird das Mannschaftstransportfahrzeug der Hauptwache, auch vielen als sog. "TimTom" bekannt, im Herbst durch einen neuen 8-sitzer Bus Fiat Ducato ersetzt. Das Fahrzeug wird auch von anderen Fachbereichen der Stadtverwaltung genutzt.
  • Im Dezember beginnen die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Gerätehauses Rahser. Hier entstehen eine Fahrzeughalle für ein Großfahrzeug, ein Schulungsraum und erstmals eigene Sanitäranlagen für die Mitglieder der Löschgruppe.
  • Für den Leitungsdienst wurde die Ersatzbeschaffung des Kommandowagens als Einsatzfahrzeug vorgenommen. Das Vorgängerfahrzeug bleibt vorerst als Reservefahrzeug für den Führungsdienst auf der HFW stationiert.

2014

  • Im Januar wurde der langjährige Feuerwehrdezernent und Kämmerer der Stadt Viersen Herr Rolf Corsten verabschiedet. Beim Empfang bedankten sich Wehrführung und Führungskräfte aller Einheiten der Feuerwehr Viersen mit einem Erinnerungspräsent für die gute Zusammenarbeit und das intensive Engagement für die Belange der Feuerwehr. Viele Projekte, so zum Beispiel das Fahrzeugkonzept, der Neubau des Gerätehauses Viersen-Süd und die begonnenen Projekte des Gerätehauses Boisheim und Viersen-Rahser sind sichtbare Zeichen dafür.
  • Im ersten Halbjahr 2014 gab es eine Serie an schweren Verkehrsunfällen in Boisheim. Unter anderem auf der Schaager und Dilkrather Straße sowie auf der Boisheimer Straße. Leider zum Teil mit tödlichem Ausgang.
  • Am 11. März brannte in Boisheim ein Wohnhaus völlig aus. Zunächst hatte sich ein - unter einem Carport abgestellter PKW vermutlich durch einen technischen Defekt entzündet. Das Feuer griff im weiteren auf das angrenzende Wohngebäude und einen Anbau über. Es besteht Einsturzgefahr und die Kameraden müssen sich auf einen Außenangriff beschränken. Auf Grund der Lage (mitten in einem abgelegenen Waldstück) ist die Löschwasserversorgung zunächst problematisch. Die Löschzüge Boisheim, Dülken und Süchteln leisten gemeinsam mit den Kameraden der Hauptwache jedoch Schwestarbeit und bauen eine Wasserversorgung vom oberen Breyeller See bis zur Einsatzstelle an der L373.
  • Mehrere Unwetter zogen am Pfingstwochenende über den Kreis Viersen und weite Teile Nordrhein-Westfahlens. Besonders heftig war es am Montagabend. Im gesamten Kreis Viersen waren bis tief in die Nacht hinein rund 300 Kameraden und Kameradinnen im Einsatz um die Schäden zu beseitigen. Allein im Stadtgebiet Viersen waren zwischen 20 und 24 Uhr rund 121 Kräfte im Einsatz. Unter anderem musste ein Regionalexpress (Krefeld - Mönchengladbach) mit Hilfe des DRK evakuiert werden. Dabei wurden rund 200 Fahrgäste nach circa 3 Stunden aus dem Zug befreit und in Höhe Helenabrunn etwa 300 Meter über das Gleisbett zu Ersatzbussen geführt. Infolge zahlreicher Sturmböhen waren auf dieser Strecke an mehreren Stellen die Oberleitungen beschädigt oder durchtrennt worden.
  • Im Juni nahm der neue Dezernent und Stadtkämmerer Herr Norbert Dahmen seine Arbeit auf. Bei einer Rundfahrt mit der Wehrführung lernte er die Standorte der Feuerwehr Viersen kennen. Bei einer Vorstandssitzung im Dezember stellte er sich den Führungskräften aller Einheiten vor. Bereits nach den ersten Monaten der Zusammenarbeit konnte von der Wehrführung festgestellt werden, dass wir mit Herrn Dahmen auch einen Befürworter und Unterstützer für die Belange von Haupt-und Ehrenamt unserer Feuerwehr haben.
  • Nach intensiven Planungen und Gesprächen im Jahr 2013 zum Standort des Löschzuges Boisheim wurde der Neubau an der Brüggener Str. in Boisheim vom Rat der Stadt Viersen im Februar 2014 beschlossen. Zugrunde lag das Konzept eines Investors und Bauträger in einer Hand. In Rekordzeit nahm das neue Gerätehaus Formen an. Die Zusammenarbeit zwischen Bauträger, Feuerwehr und ausführenden Firmen verlief vorbildlich, so dass die techn. Abnahme bereits im September 2014 erfolgte. Im Oktober bezog der Löschzug Boisheim sein neues Gerätehaus. Die offizielle Einweihung mit einem zünftigen Festwochenende ist im Frühjahr 2015 vorgesehen.
  • Die ebenfalls vom Rat der Stadt beschlossene Erweiterung und Modernisierung des Gerätehauses Rahser verlief nicht nach anvisiertem Zeitplan. Der Einzug ist - nach über einem Jahr Bauzeit - für Anfang April 2015 geplant.
  • Am Standort Dülken wird die Sanierung der Sanitäranlagen im Kellergeschoss umgesetzt. Im nächsten Schritt (2015) soll dann der Bodenbereich der Fahrzeughallen erneuert werden.
  • Der Vollbrand einer Wohnung auf der Tilburger Straße in Dülken im August 2014 forderte eine schwerstverletzte Person, die zwar aus dem brennenden Gebäude gerettet werden konnte, jedoch später im Krankenhaus auf Grund ihrer schweren Verletzungen im Krankenhaus verstarb.
  • Ebenfalls im August gab es eine Brandserie am Omperter Weg wo es binnen weniger Tage zu sechs Alarmierungen (u.a. mehrere brennende Strohmieten und ein Feuer in einer Scheune) kam.
  • Anfang September rettete ein aufmerksamer Passant den Bewohner der Wohnung über dem Cafe Endlich in Süchteln. Hier kam es am Morgen des 10.09. zu einem Feuer in der sich im Erdgeschoss befindenden Pizzaria. Der Passant setzte seinen LKW rückwärts ans Gebäude, sodass der Bewohner aus dem ersten Obergeschoss über die Ladefläche ins Freie gelangen konnte. Sein Fluchtweg war durch die starke Verrauchung abgeschnitten.
  • Während der Umbaumaßnahmen am AKH Viersen und am Irmgardiskrankenhaus in Süchteln kam es zu mehreren Auslösungen der Brandmeldeanlagen der Häuser. Dabei handelte es sich glücklicherweise überwiegend um Fehlalarme, die durch Staub und sonstige Bauarbeiten verursacht wurden.
  • Im Herbst des Jahres 2014 wurde mit der aufwendigen Sanierung des Technikgebäudes der Hauptfeuerwache begonnen. Dort muss ein gravierender Baumangel beseitigt werden. Aufquellendes Füllmaterial unter der Bodenplatte des Gebäudes hatte die Gebäudestruktur verschoben. Verwaltung und Politik haben nach Besichtigung vor Ort der schnellstmöglichen Sanierung zugestimmt. Die Technikräume und die Jugendfeuerwehr mussten während der Bauarbeiten umziehen. Von den Kameraden der hauptamtlichen Wache wurden und werden zahlreiche Gewerke für die Einhaltung des Kostenrahmens unterstützt. Der Wiedereinzug ist für das Frühjahr 2015 vorgesehen.
  • Vom Ausbildungsbüro der Wehr wurde im Juni 2014 für alle Einheiten eine Heißausbildung angeboten. Zu diesem Zweck stand auf der Hauptfeuerwache in Viersen ein mobiles Ausbildungszentrum, worin die Kameraden unter realen Brandbedingungen in der Brandbekämpfung üben konnten. Die Teilnehmer, insbesondere die jüngeren Kameraden waren begeistert.
  • Am 26. September führte die Gesamtwehr Viersen eine Übung auf dem Gelände der Firma Mevissen Holz auf der Eichenstraße in Viersen durch. Es wurde das Szenario Brand in einer Holzlagerhalle geübt. Schwerpunkt der Übung war Prüfung einer ausreichenden Löschwasserversorgung, die in der Anfangsphase über einen betriebseigenen unterirdischen Löschwasserbehälter und dann in der Folge vom offenen Gewässer an der Bachstraße sichergestellt wird. Die ELW Gruppe nutzte für die Übung eine Testversion der Software zur Einsatzbearbeitung und Dokumentation.

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