Vandalimussresistent und behindertengerecht

Die Stadt Viersen wird in das Viersener Bahnhofsgebäude eine behindertengerechte und gegen Vandalismus resistente Toilettenanlage einbauen. Die Eigentümergesellschaft Janissen & Dannreuther verpflichtet sich, die Anlage für mindestens 15 Jahre zu betreiben. Außerdem erhält der Bahnhof auf Kosten der Stadt ein sogenanntes taktiles Leitsystem für Menschen, die nicht oder nur schlecht sehen können.

Das ist der Kern eines Vertrages zwischen der Stadt und der Bahnhofs-Eigentümergesellschaft, der jetzt vom Haupt- und Finanzausschuss des Rates der Stadt Viersen in nichtöffentlicher Sitzung genehmigt wurde. Die Stadt wird die Toilettenanlage beschaffen. Die Anlage ähnelt dem Innenleben des Häuschens, das an der Hauptstraße im Bereich der Evangelischen Kirche steht. Die Kosten von voraussichtlich 70.000 Euro für Anlage und Montage werden aus Mitteln bezahlt, die wegen zunächst nicht erwarteter Zuschüsse beim Umbau des Bahnhofsvorplatzes nicht benötigt wurden.

Sowohl städtebauliche Aspekte als auch Kostengründe sprachen dafür, die Toilette nicht im Bahnhofsumfeld als eigenes Bauwerk zu errichten, sondern das Bahnhofsgebäude zu nutzen. Die dortigen Toiletten hatte die Eigentümergesellschaft nach mehrfacher Zerstörung durch Randalierer nicht mehr repariert und außer Betrieb genommen. Die Eigentümer übernehmen die Kosten für die Vorbereitung des Einbaus der neuen Anlage und werden anschließend Eigentümer der Toilette. Sie haben sich verpflichtet, die Anlage auf eigene Kosten zu unterhalten, zu reinigen, gegebenenfalls zu reparieren und so für mindestens 15 Jahre die Nutzung zu gewährleisten. Von den Kunden dürfen pro Nutzung höchstens 50 Cent verlangt werden. Die Toilette wird während der Öffnungszeiten des Bahnhofsgebäudes, die sich nach dem Fahrplan der Personenzüge richten, zur Verfügung stehen.

Die Fortführung der sowohl im Bahnhofsumfeld als auch im Bereich der Deutschen Bahn bestehenden taktilen Leiteinrichtungen zur Führung sehbehinderter Personen kostet 6000 Euro. Da dieses System ausschließlich im öffentlichen Interesse errichtet wird, trägt die Stadt Viersen diese Kosten ebenso wie die Kosten für Pflege und Wartung sowie gegebenenfalls anstehende Reparaturen.

Ein genauer Termin für den Beginn der Arbeiten an der Umsetzung der Vereinbarung steht noch nicht fest. Hier muss das Ergebnis der Ausschreibungen abgewartet werden.

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