Winterdienst ist bestens vorbereitet

Der Winter kommt, von Autoscheiben muss Eis gekratzt werden, Fahrbahnen, Geh- und Radwege können glatt werden. Während viele Menschen noch schlafen oder unter der warmen Dusche stehen, sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der städtischen Betriebe schon aktiv.

Der Betriebshof der Stadt ist bestens vorbereitet. Das Salzlager ist mit 800 Tonnen Trockensalz, 20.000 Litern Feuchtsalz und 75 Tonnen Sand prall gefüllt. Acht Räum- und Streufahrzeuge, 23 Kleinfahrzeuge und acht Kleintraktoren für die Geh- und Radwege stehen zum Einsatz bereit. Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind entsprechende Einsatzpläne erarbeitet.

Von November bis März liefert der Deutsche Wetterdienst in Essen täglich um 11 Uhr die Vorhersage für die nächsten 24 Stunden. Wird Frost oder Schnee erwartet, rüsten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Fahrzeuge entsprechend aus. Am folgenden Morgen um drei Uhr früh fährt ein Streckenwart eine Stunde lang die Hauptverkehrsstraßen im gesamten Stadtgebiet ab. Bei Glätte ruft er den Einsatzleiter an, der dann telefonisch die Mannschaft informiert. Ab vier Uhr werden die bereitgestellten Räumfahrzeuge mit Streugut beladen. Zwölf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit acht Fahrzeugen und Fußtrupps mit 22 Leuten beginnen dann mit den Räum- und Streuarbeiten. Bei Bedarf werden diese mit weiteren 40 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aufgestockt.

285 Kilometer Hauptstraßen, 88 Kilometer Nebenstraßen plus Radwege, Gehwege und Parkplätze werden geräumt. Bei normaler Glätte werden 10 Gramm Feuchtsalz pro Quadratmeter verwendet, bei Schnee 20 bis 30 Gramm pro Quadratmeter. Das Feuchtsalz entsteht, indem Trockensalz auf dem Fahrzeug kurz vor dem Ausstreuen mit Salzlösung angesprüht wird. Feuchtsalz wird verwendet, da es besser auf dem Fahrbahnboden liegen bleibt und durch fahrende Autos nicht verwirbelt wird. Die städtischen Betriebe arbeiten nur für die Fahrbahnen mit Salz. Rad- und Gehwege werden mit Sand gestreut.

Es werden jedoch nicht alle Nebenstraßen und Gehwege von den Städtischen Betrieben geräumt. Für die Gehwege und in bestimmten Bereichen auch für die Fahrbahn vor dem eigenen Grundstück, ist der Eigentümer verantwortlich. Werktags ab sieben Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen ab neun Uhr,  muss der Gehweg von Schnee- und Eisglätte befreit sein.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bauhofs beginnen sehr früh mit den Streu- und Räumarbeiten. Vor dem Berufsverkehr sollen Fahrbahnen und Wege möglichst von Eis und Schnee frei sein. Dennoch muss sich jeder Autofahrer und jede Autofahrerin sowie alle übrigen Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen mit ihrem Verhalten auf die Witterungsverhältnisse einstellen und entsprechend vorsichtig sein. Autos sollten rechtzeitig auf Winterreifen umgerüstet werden.

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