95. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich 'Süchtelner Straße / Ringofen' in Viersen



Stand des Bauleitplanverfahrens

  • Aufstellungsbeschluss: 31.10.2019  
  • Beschluss über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB:_ 31.10.2019
  • Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB vom 05.12.2019 bis  20.12.2019
  • Frühzeitige Beteiligung der der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB vom 05.12.2019 bis 10.01.2020
  • Beschluss über die öffentliche Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB 01.12.2020
  • Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs.2 BauGB sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange § 4 Abs. 2 BauGB zum Bebauungsplan Nr. 387-A „Grefrather Straße, zwischen Feldstraße und Stauferstraße“ in der Zeit vom 18.12.2020 bis einschließlich 25.01.2021

im Rathaus, Fachbereich Stadtentwicklung, Bahnhofstraße 23-29, 2. Obergeschoss,

während der folgenden Dienststunden:
Montag bis Freitag vormittags von 08:00 bis 12:30 Uhr
Montag bis Donnerstag nachmittags von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Die Bekanntmachung im Amtsblatt des Kreises Viersen erfolgte am 10.12.2020.

Hinweis:

Sollten während des oben genannten Offenlegungszeitraumes ganz oder zeitweise Kontaktverbote oder -beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie (Corona-Pandemie) gelten, ist der öffentliche Zugang zum Rathaus gegebenenfalls eingeschränkt. Die Einsicht für jedermann sowie die Möglichkeit der Abgabe von Stellungnahmen werden dann zu den vorgenannten Öffnungszeiten nur nach telefonischer Terminabsprache unter Einhaltung der jeweils geltenden Kontaktbeschränkungsauflagen möglich sein. Für Terminabsprachen stehen folgende Telefonnummern zur Verfügung:

02162 101 286

02162 101 287

02162 101 176

Planungsinhalte

Lage des Plangebiets

Das Plangebiet der 95. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) „Süchtelner Straße / Ringofen“ befindet sich zwischen den Ortsteilen Süchteln und Viersen westlich der Landesstraße L 39, Süchtelner Straße und ca. 100 m entfernt vom nördlichen Bebauungsrand der Ortslage Viersen. Die Flächen im Geltungsbereich werden begrenzt durch die Alte Süchtelner Landstraße im Westen, heute ein unbefestigter Wirtschaftsweg, den Holtweg im Norden, der Süchtelner Straße im Osten sowie einer extensiv genutzten Grünlandfläche im Süden als Abstand zur geschlossenen Ortslage Viersen.

Der Geltungsbereich der 95. Änderung des FNP umfasst die Flurstücke 1, 2, 348, 349, 430 Flur 84 der Gemarkung Viersen und das Flurstück 64, Flur 70 der Gemarkung Süchteln. Das Plangebiet bildet eine Fläche von rund 3,0 ha. Die genaue Abgrenzung des Plangebietes ist im beigefügten Kartenausschnitt (Anlage 1) ersichtlich.

Städtebauliches Ziel

Die Firma für Lehmbaustoffe wurde 1984 gegründet und produziert seit 1990 am Standort Ringofenziegelei in Viersen Baumaterialien aus Lehm. In den letzten Jahrzenten wuchs die Firma und es wurde bereits eine Halle neu errichtet. Um eine Weiterführung der Produktion an diesem Standort dauerhaft zu sichern, ist es notwendig, die Betriebsanlagen angemessen zu erweitern und die Erschließungssituation zu optimieren. Die Weiterführung der Firma an diesem Standort sichert zum einen Arbeitsplätze in Viersen und gewährleistet zudem eine mit dem Denkmalschutz im Einklang stehende Weiternutzung der historischen Ringofenziegelei. Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung werden - neben der eigentlichen gewerblichen Nutzung - weitere umgrenzende Flächen in das künftige Plangebiet des Bebauungsplanes einbezogen. Hierbei handelt es sich um Grün- und Freiflächen, welche dazu beitragen, die Betriebsanlagen in das Umfeld zu integrieren und den Eingriff direkt vor Ort auszugleichen.

Ziel der Aufstellung der 95. Änderung des Flächennutzungsplanes ist somit die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Sicherung und Erweiterung der am Standort Viersen bestehenden Betriebsanlagen der Firma für Lehmbaustoffe.

Folgende umweltbezogene Informationen sind verfügbar und liegen mit aus:

 I.        Umweltbericht als Bestandteil der Begründung (Teil B) mit Aussagen zur Berücksichtigung umweltbezogener Auswirkungen der Planung und der möglichen Betroffenheit von Menschen, Tieren/ Pflanzen, Boden, Wasser, Klima und Luft, der Landschaft sowie von Kultur- und Sachgütern. Es erfolgen Aussagen zu den jeweiligen Wechselwirkungen. Die Aussagen werden für den Planungsfall und für den Fall ohne Planung (Prognosenullfall) getroffen. Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen auf die zuvor genannten Schutzgüter werden beschrieben.

 II.        Landschaftspflegerischer Fachbeitrag zur Beschreibung und Ermittlung des Eingriffes und Ausgleiches in Natur und Landschaft.

III.        Artenschutzrechtliche Vorprüfung (ASVP) zur Prognose, ob und bei welchen Arten ggf. artenschutzrechtliche Konflikte auftreten können. Die vorliegende Vorprüfung greift hierbei auf die naturschutzfachlich begründete Vorauswahl derjenigen Arten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) für Nordrhein-Westfalen zurück, die bei der artenschutzrechtlichen Prüfung als „planungsrelevante“ Arten im Sinne einer Art-für-Art-Betrachtung einzeln zu bearbeiten sind.

IV.        Bodengutachten zu Aussagen der Versickerungsfähigkeit des Bodens sowie zu einer orientierenden altlastentechnischen Untersuchung.

V.        Schalltechnische Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen durch Gewerbelärm auf die benachbarten schützenswerten Nutzungen sowie zu den möglichen Auswirkungen durch Verkehrslärm.

Darüber hinaus liegen folgende umweltbezogene Informationen in Form von Stellungnahmen / Unterlagen aus:

Die Thyssengas GmbH weist auf das Vorhandensein von Gasfernleitungen innerhalb des Geltungsbereiches hin und verweist auf die Schutzstreifen und das Freihalten dieser von Bepflanzungen.

Die Landwirtschaftskammer NRW regt an ein Ökokonto anzulegen auf dem die überschüssigen Ökopunkte im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen eingebucht werden können.

Die PLEdoc GmbH weist auf das Vorhandensein einer Gasfernleitung innerhalb des Geltungsbereiches hin und verweist auf die Schutzstreifen und das Freihalten dieser von Bepflanzungen.

Der Kreis Viersen weist auf die Notwendigkeit einer gutachterlichen Betrachtung bzgl. der zu erwartenden Lärmemissionen hin. Des Weiteren weist der Kreis auf die Altlastenverdachtsfläche hin und fordert eine gutachterliche Untersuchung dieser Fläche. Auch wird auf die Lage des Plangebietes innerhalb des Landschaftsplanes hingewiesen und der Kreis Viersen gibt weitere Vorgaben und Hinweise, welche zu beachten sind. Darüber hinaus werden Hinweise welche das Planungsrecht betreffen (Beteiligung der Bezirksregierung im Rahmen einer landesplanerischen Anfrage) abgegeben sodass die Konkretisierung des Sondergebietes und die Aufnahme der denkmalgeschützten Bauwerke in der Planzeichnung gefordert wird.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW gibt Hinweise über eine mögliche Alternative zu der geplanten Ausfahrt auf die Süchtelner Straße (L 39).

Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege weist auf das angrenzende Bodendenkmal und möglicher Relikte der „Inneren Viersener Landwehr“ innerhalb des Plangebietes, wie auch auf das mögliche Vorhandensein bedeutender Bodendenkmalsubstanz hin.

Der geologische Dienst NRW weist auf die Lage des Plangebietes innerhalb der Erdbebenzone 1 / T hin.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW – Autobahnniederlassung Krefeld weist darauf hin, dass die Planung nicht zu einer Verschlechterung der Verkehrsflüsse führen darf.

Die NEW Netz GmbH weist auf das Vorhandensein einer Freileitung innerhalb des Plangebietes hin und bittet, einen Schutzstreifen zu berücksichtigen.

Die NEW AG weist darauf hin, dass das Plangebiet nicht an den Kanal angeschlossen ist und das Niederschlagswasser auf dem Grundstück verbleiben soll. Das Schmutzwasser wird in einer abflusslosen Grube gesammelt.

Verfahren

Das Verfahren zur Aufstellung Bebauungsplanes Nr. 197 "Süchtelner Straße/Ringofen“ erfolgt im Regelverfahren inklusive der Erstellung eines Umweltberichts. Im Rahmen dieses Verfahrens wird gemäß § 2 Abs. 4 BauGB für die Belange des Umweltschutzes gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 und § 1a BauGB eine Umweltprüfung durchgeführt, in der die voraussichtlichen Umweltauswirklungen ermittelt und bewertet werden. Diese werden im Umweltbericht dargelegt, der Teil der Begründung des Bebauungsplans wird.

Die Aufstellung der 95. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Viersen im Bereich "Süchtelner Straße / Ringofen" erfolgt gemäß § 8 Abs. 3 BauGB parallel zur Aufstellung Bebauungsplanes Nr. 197 "Süchtelner Straße/ Ringofen".

Downloads

  1. Geltungsbereich
  2. Planzeichnung
  3. Begründung
  4. Umweltbericht
  5. Landschaftspflegerischer Fachbeitrag
    5.1 Landschaftspflegerischer Fachbeitrag_Karten
  6. Artenschutzprüfung Stufe I
  7. Bodengutachten
    7.1 Sieblinien IBL
    7.2 Profile
    7.3 Analysen Geotaix
    7.4 Lageplan
  8. Schalltechnische Untersuchung Bebauungsplan 197 CLAYTEC Viersen
    8.1 Schalltechnische Untersuchung CLAYTEC Viersen neues Wohngebiet
    8.2 Schalltechnische Untersuchung CLAYTEC Viersen Bestand

Kontakt

Grefen, Thorsten
Bahnhofstr. 23-29
41747 Viersen
Tel.: 02162 101 286
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Kluetsch, Michael
Bahnhofstr. 23-29
41747 Viersen
Tel.: 02162 101 287
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Gyuros-Neutze, Silvia
Bahnhofstr. 23-29
41747 Viersen
Tel.: 02162 101 176
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Öffnungszeiten

Mo. - Fr.: 08.00 - 12.30 Uhr
und nach Vereinbarung

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