Ausstellungseröffnung: 'Leidenschaft Landschaft'

Werke aus der städtischen Sammlung: 400 Jahre Kunstgeschichte


Seit vielen Jahrhunderten fasziniert das Thema Landschaft Künstlerinnen und Künstler. Die in der Städtischen Galerie im Park in der Ausstellung „Leidenschaft Landschaft“ zu sehenden Werke stammen von 47 Kunstschaffenden. Arbeiten in verschiedensten Techniken führen das sich verändernde Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt vor Augen und zeigen sowohl die unberührte als auch die vom Menschen beeinflusste Natur mit Stadt- oder Industrielandschaften.

„Leidenschaft Landschaft“ beleuchtet aber vor allem die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema. Eine Vielzahl von Meisterwerken aus der Graphischen Sammlung der Stadt Viersen ermöglicht Einblicke in mehr als 400 Jahre Kunstgeschichte. Radierungen des 17. Jahrhunderts stehen für das damals neue Interesse an reinen Landschaftsbildern in einer Zeit, in der das Beobachten und Erforschen der Natur erwachte.

Veduten Canalettos und Piranesis mit ihrer wirklichkeitsgetreuen Darstellung italienischer Stadtbilder zeugen vom aufblühenden Tourismus des 18. Jahrhunderts mit dem Bedarf nach „Souvenirs“. Caspar David Friedrichs „Blick auf Arkona“ offenbart die romantische Sensibilität für die Natur und deren Wirkung auf die Seele des Menschen.

Im 20. Jahrhundert reicht die Spannweite des Phänomens Landschaft von impressionistischen Bildern Max Liebermanns bis zum „Seestück“ Gerhard Richters und den „Bathers“ Richard Hamiltons, bis zur großformatigen Bleistiftzeichnung der „Weißen Küste“ von Andreas Orosz und der kritischen Beschäftigung mit Umweltthemen bei Klaus Staeck oder Wolf Vostell.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden in jüngster Zeit aufwändig restaurierte oder neu in die städtische Kunstsammlung gelangte Gemälde, die Motive aus der Stadt Viersen und ihrem landschaftlichen Umfeld zeigen und zum Teil erstmals präsentiert werden.

Die zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft und Natur findet u.a. Eingang durch die in Madrid lebende Fotografin Paula Anta und die in unterschiedlichen Materialien entstehenden Bilder des Ungarn Levente Szücs (*1989), der 2019 sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Herbert Brandl abschloss.

Michael Beckers benutzt in seinen Werken auf überraschende Weise die Welt des Bildermachens als Steinbruch, auch die Immendorff-Meisterschülerin Gesine Kikol verleiht dem berühmten „Frühstück im Grünen“ verblüffende Wendungen.

Am Eröffnungssonntag bietet die Aktion „GRUND UND BODEN“ ab 10 Uhr die Gelegenheit mitzuerleben, wie Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck mittels einer Planierwalze im Umfeld der Galerie Bodendrucke anfertigen, deren Verkaufspreis sich an dem der Bodenrichtwerte orientiert.

Die Ausstellung wird durch Bürgermeisterin Sabine Anemüller eröffnet. Im Anschluss spricht zur Einführung die Kunsthistorikerin Jutta Pitzen.

 

Dienstag, 8. Oktober und 5. November 2019
13.00-13.30 Uhr Kunstimbiss, Kurzführung in der Mittagspause durch die Ausstellung

Sonntag, 3. November 2019
11.00 Uhr Führung durch die Ausstellung

06.10.-17.11.2019
Städtische Galerie im Park
Rathauspark 1
41747 Viersen
Tel. 02162/101160
galerie@viersen.de

Öffnungszeiten:
Di - Sa 15-18 Uhr
So 11-18 Uhr und nach Vereinbarung
Eintritt frei

Datum 06.10.2019 bis 17.11.2019
Uhrzeit 11:00 Uhr
Veranstaltungsort Städtische Galerie im Park
Tel.:02162/101160
E-Mail: galerie@viersen.de
Rathauspark 1
41747 Viersen
Typ Ausstellung
Zielgruppe Alle
Veranstalter Kulturabteilung der Stadt Viersen
Tel.:02162/101466 oder 101468
Heimbachstr. 12
41747 Viersen

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