Fotoausstellung: Bahá'í-Weltzentrum in Haifa (bis 2. November)

Bahá'i-Gruppe feiert 200. Jahrestag der Geburt des Báb

Eröffnung um 18 Uhr mit Film und musikalischer Begleitung

Zum 200. Jahrestag der Geburt des Báb findet im Stadthaus Viersen eine Foto-Ausstellung über das Bahá'í-Weltzentrum in Haifa mit dem Schrein des Báb auf dem Berg Karmel und den Gärten von Bahji in Akka statt. 

Die Ausstellung wird mit musikalischer Begleitung und einer Filmpräsentation eröffnet.

Der Film "The Gate" ("Das Tor") ist eine Dokumentation über die Wurzeln des Bahá'í-Glaubens. Er zeigt das Leben und Wirken des Báb und wurde vom amerikanischen Filmproduzenten "Spring Green Films" hergestellt. In einer Kombination aus schauspielerischen Nachstellungen einzelner Szenen und Interviews mit renommierten Historikern, Religionswissenschaftlern und anderen Experten erzählt er das kurze, außergewöhnliche Leben des Báb und die unauslöschliche Wirkung, die seine Botschaft auch heute noch auf die Welt hat.

Das Bahá'itum ist eine weltweit verbreitete Religion mit rund acht Millionen Anhängern, die sich auf die Lehren des Religionsstifters Bahá'ulláh (1817-1892) berufen und nach ihm als Bahá'i bezeichnet werden. In ihrem Ursprungsland Iran bilden die Bahá'i zwar die größte religiöse Minderheit, sind aber starker Verfolgung ausgesetzt. Hauptverbreitungsgebiete heute sind Indien, Afrika, Süd- und Nordamerika.

Die Geschichte des Bahá'ítums geht auf das Wirken zweier Stiftergestalten zurück: Seyyed 'Alí Muḥammad Sirází (1819-1850), genannt "der Bab" (arabisch: "das Tor"), und Mirzá Ḥusain-'Alí Núrí (1817-1892), genannt "Bahá'ulláh" (arabisch: "Herrlichkeit Gottes"). Der eigentliche Stifter ist Bahá'ulláh. Der Bab wird von den Bahá'í als dessen Wegbereiter und zugleich als eigenständiger Religionsstifter des Babismus betrachtet.

Die aus dem Babismus hervorgegangene Universalreligion lehrt einen abrahamitischen Monotheismus eigener Prägung, in dessen Mittelpunkt der Glaube an einen transzendenten Gott, die mystische Einheit der Religionen und der Glaube an die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfältigkeit stehen. Die Bahá'í vertreten eine handlungsorientierte Ethik, die sich einer humanitären Vision der gesellschaftlichen Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts verpflichtet fühlt.

Neben dem als Gottesoffenbarung betrachteten Werk Bahá'ulláh zählen die Bahá'í auch die Heiligen Schriften anderer Weltreligionen zum gemeinsamen religiösen Erbe. Die Religionsstifter schöpfen nach dem Glauben der Bahá'í alle aus derselben göttlichen Quelle. Die unverkennbaren Unterschiede zwischen den Religionen seien primär historisch bedingt: Sie gelten als Ausdruck unterschiedlicher Bedürfnisse und kultureller Prägungen.

 

Datum 20.10.2019 bis 02.11.2020
Veranstaltungsort Stadthaus
Rathausmarkt 1
41747 Viersen
Foyer
Typ Ausstellung
Zielgruppe Erwachsene
Veranstalter Bahá'i-Gruppe Viersen
Tel.:02162/501809
Dülkener Str. 107
41747 Viersen
In Zusammenarbeit mit der Stadt Viersen

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