Führung

Jury-Ausstellung "Kunstgenerator"

Entgelt 3 Euro, Anmeldung per Telefon unter 02162/101160 oder per Mail an galerie@viersen.de erforderlich

Bereits zum 14. Mal haben die NEW Viersen und die Stadt Viersen für das Jahr 2021 das begehrte Kunstgenerator-Stipendium ausgeschrieben. Durch Corona waren die Bedingungen etwas erschwert, denn durch die stark eingeschränkte Präsenz in den Hochschulen verzögerte sich beispielsweise die dortige Vorauswahl. Der Bewerbungsschluss wurde um einen Monat verschoben, bis zur ersten Jurysitzung Ende Juli lagen 37 Bewerbungen vor.

Den Sprung in die zweite Auswahlphase haben diesmal vier junge Künstlerinnen und Künstler geschafft: Rebecca Hilser (Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle), Tarik Kentouche (HBK Braunschweig, Empfehlung der Hochschule), Isabell Schulte (Universität der Künste Berlin) und Malte van de Water (Kunstakademie Münster).

Vom 13. bis 27. September präsentieren sie dem Publikum ihre Werke im Rahmen einer Ausstellung in der Städtischen Galerie im Park in Viersen. In diesem Zeitraum entscheidet die Jury, wer das Stipendium für 2021 erhält und Wohnung und Atelier in der Alten Lateinschule in Viersen beziehen kann. Die Bewerberinnen und Bewerber treffen selbst die Auswahl, welche Originale sie nach Viersen bringen und vor Ort aufbauen. Vier sehr unterschiedliche Positionen junger Kunst besetzen damit die Galerie.

Die jüngste Künstlerin ist die 1994 in Zwenkau geborene Rebecca Hilser. Im Januar 2020 schloss sie ihr Studium im Fachbereich Textile Künste/Malerei an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein ab, im Aufbaustudium widmet sie sich der Grafik. In großen Wandarbeiten und in den Raum eingreifenden Installationen präsentiert sie in ihren „Rohlingen“ verwobene Zusammensetzungen und Schichtungen von Leinwand, Stickerei, Papier, Nessel, Siebdruck, Wolle und Wachs.

Tarik Kentouche ist 1993 in Heidelberg geboren. Von 2014-20 absolvierte er sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Frances Scholz und Aurelia Mihai. Stipendien und Residenzen führten ihn bereits ans Art Center College of Design im kalifornischen Pasadena, ins Tessin und zuletzt an die Akademie der bildenden Künste Wien in die Klasse von Julian Göthe. Der junge Bildhauer arbeitet mit Stahldraht und Polyesterharz, mit Schläuchen und Folie, mit Marmorfliesen und Klemmen, aber auch mit Zähnen oder Schweinehaut.  Seine organisch anmutenden Skulpturen tauchen beispielsweise in der S-Bahn auf als in den Raum eingefügtes Element. Interaktive Objekte können auch um den Hals getragen werden wie eine Kette, so wie in einer anderen Arbeit Personen mit Schlafbrillen und Kopfhörern rechteckige Glasplatten tragen und zu „Vitrinenmenschen“ werden.

Die 32jährige Isabell Schulte lebt in Berlin, wo sie ihr Studium 2016 als Meisterschülerin von Christine Streuli abschloss. Zuvor studierte Isabell Schulte von 2010–2012 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Mehrere Stipendien und Förderpreise wurden ihr bereits zuteil. So verbrachte sie ein Semester als Erasmus-Stipendiatin in Istanbul. Ihre Bleistiftzeichnungen nehmen gewaltige Ausmaße an, unter schlichten Titel wie „part I“ bedecken sie Papierflächen von sechseinhalb Quadratmetern. Präzise gesetzte kleinteilige Elemente wirken auf den ersten Blick wie topografische Wiedergaben, bieten jedoch viel Raum für Entdeckungen.

Malte van de Water (*1990) absolvierte ein Germanistikstudium, verschrieb sich aber dann voll und ganz der Kunst. An der Kunstakademie Münster beendete er 2018 sein Studium als Meisterschüler des Malers Michael van Ofen. Ein Jahr an der Akademie der bildenden Künste Wien als Gaststudent bei Prof. Erwin Bohatsch schloss sich an. Van de Waters großformatige abstrakte Acrylmalerei auf Leinwand erinnert bei flüchtiger Betrachtung an Computeranimation, in überraschender Kombination kommen gestische Elemente zum schablonenhaften Einsatz, Lochblechrasterungen widersprechen einem individuellen Duktus.

Am Sonntag, 20. September 2020, bringt eine Führung um 11 Uhr Kunst und Kunstschaffende näher. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. 02162/101160 oder galerie@viersen.de.

Jury-Ausstellung Kunstgenerator 2021
13.-27.09.2020
Öffnungszeiten: Di-Sa 15-18 Uhr, So 11-18 Uhr und nach Vereinbarung, Eintritt frei.
Städtische Galerie im Park, Rathauspark 1, Viersen
Tel. 02162/101160, galerie@viersen.de, www.kunstgenerator.de

Datum 20.09.2020
Uhrzeit 11:00 Uhr
Veranstaltungsort Städtische Galerie im Park
Tel.:02162/101160
E-Mail: galerie@viersen.de
Rathauspark 1
41747 Viersen
Typ Ausstellung
Zielgruppe Alle
Veranstalter Städtische Galerie im Park
Tel.:02162/101160
E-Mail: galerie@viersen.de
Rathauspark 1
41747 Viersen

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