Rintgen - Entwicklung eines Viersener Stadtteils

14. Ausstellung im Viersener Salon

Eröffnung am 12. September um 11 Uhr. Anmeldung erforderlich unter fiege.reiner@gmail.com

Kein anderer Ortsteil in Viersen ist in der Zeit seines Bestehens dem Wandel derart massiv ausgesetzt gewesen wie Rintgen. Nachdem im 18. Jahrhundert gegen Ende des Spanischen Erbfolgekrieges den Protestanten die freie Ausübung ihrer Religion erlaubt worden war, entwickelte sich Rintgen vor allem durch den Zuzug von Protestantinnen und Protestanten zur einwohnerstärksten Honschaft auf dem heutigen Viersener Stadtgebiet. Nach und nach ließen sich vor allem in diesem Ortsteil bedeutende Handelsfirmen und exportorientierte Textilunternehmungen nieder. Um die Rohstoffversorgung der Textilindustrie sicherzustellen, erhielt Viersen schon 1849 einen eigenen Eisenbahnanschluss, was dazu führte, dass in Rintgen der erste Viersener Bahnhof errichtet wurde. Einige Jahre später konnte Bürgermeister Peter Stern Viersen u.a. mit einem Wasserwerk, einem Elektrizitätswerk und einem Hallenbad versorgen und die Stadt an das Straßenbahnnetz anschließen. Die wirtschaftliche Blüte Viersens zeigte sich im Stadtteil Rintgen an der Errichtung vieler stuckverzierter Häuser und führte um 1900 zur Eröffnung mehrerer Kinos, vieler Gasthäuser und sogar Varietés. In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 begann der Niedergang, der durch die Textilkrise der Jahre 1958 bis 1962 verstärkt wurde.

Über mehrere Jahre hat der Arbeitskreis Bildrecherche und -dokumentation des Vereins für Heimatpflege die Quellen gesichtet und eine umfangreiche Dokumentation erarbeitet. Auf dieser Grundlage erscheint nun das zweite Buch über Rintgen. Die Publikation gibt den Anlass für die Ausstellung im Viersener Salon. Ihr Schwerpunkt liegt auf größtenteils unveröffentlichten Fotografien und Luftaufnahmen. Sie umfasst Postkarten, Stadtpläne, Karten und Werbeanzeigen in Verbindung mit weiteren Ausstellungsobjekten, die den Wandel des Stadtteils Rintgen im Laufe der Zeit illustrieren.

Kurator: Dr. Alexander Grönert

Donnerstag bis Samstag 15 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei, die Ausstellung ist barrierefrei zu erreichen.

Nähere Informationen im Internet unter www.viersener-salon.de

***Teilnahme unter Beachtung der dann geltenden Regelungen der Corona-Schutzverordnung***

Datum 12.09.2021 bis 12.12.2021
Veranstaltungsort Villa Marx
Gerberstr. 20
41748 Viersen
Typ Ausstellung, Information & Bildung, Kulturveranstaltung
Zielgruppe Alle
Veranstalter Verein für Heimatpflege e.V. Viersen
Tel.:02162/7430
E-Mail: albert.pauly@t-online.de
Gerberstr. 20 A
41748 Viersen

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