Einzelhandelsstrukturkonzept

für die Stadt Viersen (Fortschreibung 2020)

Was ist ein Einzelhandelsstrukturkonzept?

Bei der räumlichen Steuerung der Einzelhandelsansiedlung kommt den Gemeinden eine entscheidende Rolle zu. Mit der Aufstellung von gemeindlichen Einzelhandelsstrukturkonzepten und der planungsrechtlichen Umsetzung dieser Konzepte durch Bauleitpläne unterstützen die Gemeinden die Entwicklung ihrer Zentren und Nebenzentren und sorgen für eine ausgewogene Versorgungsstruktur. Einzelhandelsstrukturkonzepte schaffen einerseits eine Orientierungs- und Beurteilungsgrundlage für die Bauleitplanung und die Beurteilung von Vorhaben, andererseits Planungs- und Investitionssicherheit für Einzelhandel, Investoren und Grundstückseigentümer. In den Einzelhandelsstrukturkonzepten legen die Gemeinden ihre Entwicklungsziele für die räumliche Einzelhandelsansiedlung fest. Dies beinhaltet neben dem angestrebten Zentrengefüge über die Festlegung zentraler Versorgungsbereiche (z.B. Haupt- und Nebenzentren) auch die Bestimmung der Sonderstandorte für großflächige Einzelhandelsvorhaben mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten.

Die Aussagen und Festlegungen eines Einzelhandelsstrukturkonzeptes werden dabei:

  • auf der Grundlage einer konkreten Bestandserhebung und -analyse der Einzelhandelssituation
  • sowie der städtebaulichen Konzeption für die Einzelhandelsentwicklung,
  • die bestehenden tatsächlichen zentralen Versorgungsbereiche
  • sowie die Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche räumlich und funktional festgelegt.

Zu einem Einzelhandelskonzept gehört auch die ortsspezifisch zu entwickelnde Liste zentrenrelevanter Sortimente (sog. Viersener Liste oder Viersener Sortimentsliste).

Warum eine Fortschreibung des Konzeptes aus 2011?

Das aktuelle Einzelhandelsstrukturkonzept aus dem Jahr 2011 wird derzeit fortgeschrieben. Anlass der Fortschreibung sind geänderte Rechtsgrundlagen, die Notwendigkeit einer aktuellen Erhebung der Einzelhandelssituation in Viersen sowie z.T. erhebliche Veränderungen in der Einzelhandelslandschaft generell sowie auch speziell in Viersen (Schlecker-Insolvenz, Verkauf der Lebensmittelgeschäfte des Kaiser´s-Tengelmann-Konzerns und Umstrukturierungen in der Baumarkt-Branche).

In der Fortschreibung werden auch die im Konzept aus 2011 formulierten Ziele sowie einzelnen konzeptionellen Bausteine wie Standortkonzept, Nahversorgungskonzept, Definition der Fachmarktstandorte und die Viersener Sortimentsliste einschl. der Ansiedlungsleitlinien auf Ihre Aktualität hin überprüft.

Was ist der aktuelle Sachstand?

Gemeinsamt mit einem Gutachter, der CIMA aus Köln, haben Politik und Verwaltung nach einer umfassenden Bestandsanalyse einen Konzeptentwurf erarbeitet.

Dieser Entwurf wurde in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und –planung am 31.08.2020 beraten und die Offenlage des Entwurfes beschlossen. Der Entwurf wir daher nunmher  der Öffentlichkeit (Bürgerschaft), den Fachbehörden sowie den Nachbarkommunen bekannt gegeben mit der Möglichkeit eine Stellungnahme zu den Inhalten abzugeben.

Unter dem Eindruck des nach wie vor anhaltenden Infektionsgeschehens im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind aus Sicht der Stadtverwaltung große Versammlungen von Menschen derzeit nicht sinnvoll. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die Offenlage des Konzeptes digital durchzuführen.

Die wesentlichen Inhalte des Konzeptes werden daher anhand eines kurzen Videos erläutert. Darüber hinaus ist an dieser Stelle neben dem Konzeptentwurf selber auch die Sitzungsvorlage vom 31.08.2020 (Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung) abgelegt:   

Rückmeldungen oder Anregungen zum Konzepte bitten wir Sie bis spätestens zum 30.10.2020 an die
zentrale Adresse: stadtplanung@viersen.dezu richten.
Alternativ auch gerne schriftlich an:

Stadt Viersen – Die Bürgermeisterin
Fachbereiche 60 – Stadtentwicklung
Abt. 60 / II – Stadtplanung

- Einzelhandelsstrukturkonzept -

Rathausmarkt 1,
41747 Viersen

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