Der Klimawandel macht nicht vor den Ortsschildern der Stadt Viersen Halt. Wir haben in den vergangenen Jahren vermehrt die Auswirkungen von Extremwetterereignissen erlebt - darunter auch Starkregenereignisse. Straßen, Keller und Wohnungen wurden überflutet. Bei Starkregen handelt es sich um hohe Niederschlagsmengen in kurzer Zeit. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen in Zukunft steigern wird.
Starkregenrisikomanagement Kreis Viersen
In Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie den Wasser- und Bodenverbänden hat der Kreis Viersen durch einen externen Dienstleister systematisch Starkregengefahrenstellen im Kreisgebiet identifizieren und bewerten lassen.
Ein Baustein des Starkregenrisikomanagements vom Kreis Viersen sind die Starkregengefahrenkarten, in denen verschiedene Starkgegenszenarien simuliert sind. Die Karten geben Aufschluss darüber, welche Bereiche von Viersen potenziell durch Starkregen betroffen sein können. In den Starkregengefahrenkarten sind die Wasserhöhe und die Fließgeschwindigkeit für die
Ein Baustein des Starkregenrisikomanagements vom Kreis Viersen sind die Starkregengefahrenkarten, in denen verschiedene Starkgegenszenarien simuliert sind. Die Karten geben Aufschluss darüber, welche Bereiche von Viersen potenziell durch Starkregen betroffen sein können. In den Starkregengefahrenkarten sind die Wasserhöhe und die Fließgeschwindigkeit für die Szenarien seltenes (20-jährig), außergewöhnliches (100-jährig) und extremes Ereignis (>>> 100-jährig) in animierter Form dargestellt:
Starkregengefahrenkarte - Szenario „Seltenes Starkregenereignis“ (N20 = 38,1 mm/h)
Starkregengefahrenkarte - Szenario „Außergewöhnliches Starkregenereignis“ (N100 =50,0 mm/h)
Starkregengefahrenkarte - Szenario „Extremes Starkregenereignis“ (N20000 = 90,0 mm/h)
Viele Teile Viersens, insbesondere innerstädtische und stark versiegelte Bereiche, sind bei Starkregen potenziell gefährdet.
Das Starkregenrisikomanagement soll als kommunale Gemeinschaftsaufgabe dauerhaft etabliert werden.
Eigenvorsorge und Schadensbegrenzung
Unser Kanalnetz kann nicht so groß dimensioniert werden, dass sämtliche Starkregenereignisse schadlos abgleitet werden können. Der Schutz Ihrer Immobilie kann demnach nicht allein durch die Behörden erfolgen. Sie selbst sind als Eigentümer*in dafür verantwortlich, Ihr Hab und Gut zu schützen. Um den Schaden von oberirdisch abfließendem Wasser möglichst gering zu halten, können verschiedene Schutzmaßnahmen vor oder am Haus umgesetzt werden.
Bitte achten Sie bei allen Maßnahmen darauf, dass überschüssiges Regenwasser vom eigenen Grundstück nicht auf Nachbargrundstücke abgelenkt wird.

1) Kontrollieren Sie Gebäudeöffnungen (Fenster, Türen, Lichtschächte, … ) und dichten Sie diese ab.
Denkbar sind zum Beispiel folgende Maßnahmen:
- Überdachungen
- Tür- und Bodenschwellen
- Gefälle weg vom Eingangsbereich
- Aufkantungen (zum Beispiel von Lichtschächten)
- Andere - auch temporäre - Barrieren
- drucksichere Kellerfenster und -türen
2) Schützen Sie sich vor Rückstau und Grundhochwasser,
zum Beispiel durch:
- Verzicht von Ablaufstellen (Toilette, Bodenabläufe, Waschmaschinen, …) unterhalb der Rückstauebene
- Rückstauklappe
- Hebeanlage
- schwarze oder weiße Wanne
3) Senken Sie das Überflutungsrisiko auf Ihrem Grundstück,
indem Sie den Anteil versiegelter Flächen minimieren und Wasser speichern.
Maßnahmen, die hierzu in Frage kommen, sind zum Beispiel:
- Versickerungsfähige Bodenbeläge wie Rasengitter
- Dachbegrünung
- Bäume und Bepflanzung in Vorgarten und Garten
- Retentionsmulden zum Auffangen von Regenwasser
- Regentonnen / Zisternen
4) Checken Sie Ihren Versicherungsschutz
Diese und weitere Schutz- und Vorbeugemaßnahmen werden detaillierter auch hier aufgeführt.
Informationen und Tipps zum Verhalten im Starkregenfall finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz.
Kontakt:
Ediz Sakarya
Telefon: 02162 101-2452
E-Mail: umweltschutz@viersen.de
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- Ediz Sakarya Ediz.Sakarya@viersen.de